Heute zu „Gen Z regelt das“, Vogel des Jahres und der Fliegenpilz, die Eissporthalle, Zugverkehr, Blick in den Progressiven Kalender und anderes
Heute am 31. Oktober finden in mehreren Städten in der Bundesrepublik Aktionen der Gruppe „Gen Z regelt das„. Wir begleiten die jungen Leute mit ihren Forderungen nach besseren Schulen, besserer Bildung, mehr Lehrerinnen und Lehrer, gute Ausstattung der Lernorte, Zukunftaussichten, für bezahlbares Leben, niedrigere Preise, mehr Wohnungen, gegen Zwangsmilitärdienst und vieles mehr mit voller Sympathie. Es ist zu wünschen, dass die Bewegung eine so große Breite erreicht wie zum Beispiel in Frankreich.
Die Herrschenden drehen voll auf mit ihren Medien. Entsprechend ist der Einheitssprech in Trommelfeuer und die offenen Drohnungen, damit ja nicht „französische Zustände“ eintreten. 70.000 Polizisten stehen bereit; die sogenannte Junge Union fordert die Bundeswehr bereit zu machen. Geschäftsleute fühlen sich gemüßtigt, ihre Läden zu vernageln. Also alles im allem eine wahnsinnige Hysterie. Alles ein Vorgeschmack darauf, wie es laufen kann, wenn die Massen mal in Bewegung kommen und die Forderungen einer demokratischen und sozialen Republik, wie unser Grundgesetz das vorsieht, massiv auf die Tagesordnung setzen. Die brutale Gewalt, wie die „Ordnungskräfte“ in Frankreich zuschlagen, spricht für sich.
Das so viele junge Menschen mit kreativen Schildern auf der Straße war, wie sie zum Teil auch von Älteren begleitet und unterstützt wurden, das alles macht Mut. Es geht noch was, das war nur der Anfang.
Der progressive Kalender vermerkt für den 31. Oktober: Italien 1926. Attentat auf Mussolini. Die Faschisten benutzten es, um mit einer Strafexpedition gegen Antifaschisten vorzugehen.
Und schon mal für den morgigen 1.11.: Deutschland. 1916. Gründung des Kriegsamtes zur Durchführung des „Hindenburg-Programms“, nach dem die ganze Wirtschaft den Anforderungen des Krieges untergeordnet wurde. Heißt heute: Kriegstüchtig machen.
Gute Info für Eislauffreunde: Die Eissporthalle ist gerettet. Sie ist stark ins Alter gekommen – und muss renoviert werden mit 4,8 Mio. Dafür gibt es Zuschüsse, aber 50.000 Euro mussten selbst aufgebracht werden. Das ist jetzt geschafft – und es kann losgehen.
Liebevoll präsentiert die Kinderseite des Tageblatt vom 21. Oktober den Vogel des Jahres 2027: Die Mehlschwalbe. Ihr geht es nicht so gut, es fehlt an geeigneten Nistbedingungen und Insekten als Nahrung. Darum ist sie geschützt. sind also nicht so oft anzutreffen. Hörbar vielleicht, denn, wie Fachleute sagen, die „Mehlschwalbe schwatzt„. Im Artikel darunter treffen wir einen alten Bekannten: Den Fliegenpilz und wir lernen, dass in Milch eingelegt der Pilz früher als Mittel gegen Fliegen eingesetzt wurde. Früher wohlgemerkt. Daher der Name. Aber schön ist er und nützlich in der Natur.
Solingen hat’s nicht leicht mit dem Zugverkehr: Einige ICE-Verbindungen fallen weng, vor allem diese nach Hamburg. Jetzt fallen auch die S-Bahnen und Regionalzüge nach Düsseldorf für einen Monat weg und die Fahrgäste dürfen sich mit dem Ersatzverkehr begnügen. Überall notwendige Reparaturen; die Infrastruktur ist zum Teil veraltet und extrem störungsanfällig.
Es wurde uns zugetragen, auch in Solingen seien Aktionen und Demos der Gruppe „Gen Z regelt das“ geplant. Ein Protesttag sollte der 31. Oktober sein. Die Obrigkeit befürchtet ein Überschwappen aus Frankreich und anderen europäischen Städten und Regionen, Der NRW-Innenminister kündigt schon mal an „…wir werden nicht akzeptieren, dass ein marodender Mop unsere Städte zerstört.“ (Zitiert nach Solinger Tageblatt 20.10.26). In Solingen wurde ja mit den Sozialprotesten „Sozial Solidarisch Solingen“ ein Anfang gemacht, wenn auch noch bescheiden, aber mit vielen Akteuren dabei. Die Einschnitte ins Sozial- und Gesundheitswesen und die Defizite im Bildungssystem und den entsprechenden Einrichtungen, die extrem hohen und immer weiter steigenden Lebenshaltungskosten, hohe Mieten und die ungelösten Wohnungsprobleme, das alles ist so gravierend, dass schon noch mehr an Protesten kommen könnte. Wir nehmen wahr, dass OB Flemm sich besorgt zeigt, dass nur noch 30 % der StadtbewohnerInnen der Stadtverwaltung trauen. Es wird nicht gesagt, woran das wohl liegen könnte.
Tipps und Termine vom linken Rand:
Wir werben für den Film „Lebensmotto: Frieden und Antifaschismus“ – ein Film über Traute und Ulli Sander. Der 70-minütige Film, der das Leben der beiden würdigt, ist gleichzeitig ein lebendiges Bild über Faschismus, Antifaschismus und Friedenkampf in der Bundesrepublik. Anmeldung erbeten an info@max-leven-zentrum.de. Freitag, 30. Oktober 18.30 Uhr.
Der Samstag, 31. Oktober soll der Tag werden von „GenZ regelt das“. Aktionen sind geplant in mehreren Städten.
Am Montag, den 9. November gedenken wir wieder der Opfer der Naziprogrome 1938. 13.30 Uhr am Standort der ehemaligen Synagoge. Anschließende Jugendveranstaltung mit Verleihung des „Silbernen Schuh“.
Am Sonntag, den 22. November laden wir ein zum Mahngang zu den Gräbern der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in Solingen ums Leben gekommen sind. 11 Uhr Parkfriedhof Gräfrath.






































































































































































































































































































































